Schützenhaus

Der Bau unseres Schützenhauses:

Es war einmal  . . . .
Unser Architekt Kurt Gladbach erzählt:

Vor vielen Jahren, schon lang ist’s her, da suchten die Schützen wohl kreuz und quer nach einem Grundstück für ihr Schützenhaus, doch lange Zeit wurde nichts daraus. Den Platz des Schießstandes hatte man ihnen weggenommen und versprochen, ihr werdet einen anderen bekommen.

Nach langem Kampf, mit der Stadt gerungen, war dann doch etwas gelungen. Und wie ihr heute alle seht, auf dem der Rohbau jetzt steht, haben die Schützen mit Vertrag dann bekommen, die Schützen hatten’s mit Freude vernommen. Dann wurden Pläne erdacht und dem Bauamt vorgelegt, die wurden nach Monaten vom Tisch dann gefegt.

Die Halle ist viel zu groß, sie muss kleiner werden, denn vom Reiternachbarn kamen Beschwerden. Darauf wurde das Genehmigungsverfahren neu vorgenommen, doch die Genehmigung wollte einfach nicht kommen. Die Probleme, die es gab, führ ich jetzt hier nicht an, denn sonst wäre ich heute Abend noch dran.

Dann endlich nach langem Bangen, konnten die Schützen mit dem Neubau anfangen. Damit der Dachstuhl fest steht und die Wände nicht wanken, möchten die Schützen sich heut hier bedanken.

Und nach gutem alten Brauch, gibt es hier ein Richtfest auch. Alles, was Ihr hier stehen seht, da haben die Schützen selbst Hand angelegt. Bis jetzt haben sie alles in Selbsthilfe erstellt, da kann ich sagen, für relativ wenig Geld. Alles Betonierte und Gemauerte, muss ich sagen, hat keinen Grund über Qualitäten zu klagen.

Masttoleranzen am Bau sind uns allen bekannt, wo die hier sind, wird hier nicht genannt. Denn diese Toleranzen, das sag ich hier gleich, liegen, wie man so sagt, im grünen Bereich.

Laienhaft ist das so zu verstehen, man kann sie später nicht mehr sehen. Ich wünsche den Schützen beim Ausbau viel Glück. Und mögen diese Scherben Stück für Stück den Schützen und dem Haus bringen Segen und Glück.

Die Chronik unseres Schützenhauses:

Mai 1969: Erste Gespräche mit der Gemeinde Brauweiler
1970 – 1987 Erneute Gespräche mit der Gemeinde Brauweiler und ab 1981
mit der Stadt Pulheim
1987 – 1998: versuchte die Stadt Pulheim ein geeignetes Grundstück zu finden
7:00:00 Uhr Stellte uns die Stadt Pulheim das jetzt bebaute Grundstück
„Am Langen Graben“ zur Verfügung.
Februar 1999: Erbbaupachtvertrag mit der Stadt Pulheim notariell geschlossen
September 1999: Der Bauantrag wurde durch den Architekten, Herrn Kurt Gladbach,
bei der Stadt Pulheim eingereicht
August 2000: Baugenehmigung wurde erteilt
September 2000: Erster Spatenstich
April 2001: Richtfest
20. April 2002 Nach 11.400 Arbeitsstunden der Schützen war nun endlich
die Einweihungsfeier
Im  Mai  2002: Bezug unseres Schützenhauses mit dem 75. Schützenfestes
mit Trachtenverein Hofstätt / Bayern

 

Für den Bau benötigten wir:

11.400 Arbeitsstunden Sowie:
35 t Stahl
125 m3 Beton
8000 Ytong-Steine
770 laufende Meter Balken
550 m2 Trapezblech
1.800 Meter Röhre für Fußbodenheizung
150 laufende Meter Kunststoffrohr
3.500 Meter Kabel
525 m2 schwimmenden Estrich
720 m2 Fliesen
550 m3 Dachisolierung
480 m2 Innenputz
Des weiteren wurden gebraucht:  
Reichlich Hefe in verflüssigter Form (Hauptsache Gaffel-Kölsch)
Alkoholfreie Getränke (in manchen Monaten speziell Apfelschorle)
Lungenbrötchen (Zigaretten und Zigarillos)
Starke Bohnen aus Mittelamerika (Kaffee)
Zurück blieben:  
Verwahrloste Kinder  
Alleinerziehende Mütter  
Vernachlässigte Ehefrauen  
Nörgelnde Freundinnen  
Renovierungsbedürftige Eigenheime  
Streunende Hunde und Katzen